es kommt…

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und geht…

Angst mit geschlossenen Augen

solo3

von Rainer

 

 

  • Thesen:
    Fremdes ist Unbekanntes → Bekanntes kann nicht fremd sein.
  • Ein Fremder ist ein Unbekannter → ein Bekannter ist kein Fremder
  • Neues ist in der Regel unbekannt, daher fremd.
  • Neue Menschen sind unbekannt, daher fremde Menschen

Passiv
Der neue Tag bringt Unerwartetes, Unbekanntes – ein fremder Tag.

Aktiv
Ich gehe in eine Disco um einen / eine Fremde(n) zu treffen,
damit er / sie ein(e) Bekannte(r) wird.

Ich lebe mit dem Fremden, täglich.
Ich kann ihm nicht aus dem Weg gehen, bis es sich mir entdeckt
und Bekanntes wird.

Meide ich das Erkennen, stemme ich mich gegen die Tagtäglichkeit,
schaue ich vorbei, will ich es nicht wissen, versäume ich mich zu
stellen, es zu stellen, führt meine Unwissenheit zu Angst vor
dem Neuen, vor dem Fremden.

Angst ist normal, wenn man die Augen verschließt!

Die Abschaffung der Wahrheit bedeutet Nihilismus

 

von Andrea

Die Abschaffung der Wahrheit bedeutet Nihilismus. Was aber bedeutet dieser für die Gesellschaft?

Bereits Nietzsche definierte den Nihilismus:

„Nihilism: es fehlt das Ziel; es fehlt die Antwort auf das ´Warum?` was bedeutet Nihilism? – daß die obersten Werthe sich entwerthen.“(Friedrich Nietzsche,  Nachgelassene Fragmente)

Die Postmoderne „dekonstruiert“ in der Folge von Nietzsche weiter Wahrheit, Objektivität, erkennendes und moralisches Subjekt, Vernunft und allgemeingültige moralische Grundsätze.

Die Postmodernen Denker können daher nicht mehr die Frage beantworten, welche Macht legitim und welche nicht legitim ist, anhand welcher Kriterien „gute“ von „schlechter“ Macht unterschieden werden kann. Um diese Frage zu beantworten, wäre der Bezug auf feste Prinzipien bzw. allgemeingültige Normen notwendig, welcher aber ablehnt wird. Wenn dies aber die Haltung einer Gesellschaft ist, gibt es eigentlich keinen Grund, deren herrschenden Strukturen zu ergründen oder zu erklären, warum Veränderung wünschbar sein könnte wie man sie herbeiführen könnte könnte. Man kann sich dann bereits ohnehin nicht mehr vorstellen, das Ganze zu verstehen.

„Seine (des Nihilismus) „Politik“ ist diejenige des Pragmatismus, der müde Liberalismus, der zur entwürdigten Norm passt.

Dekonstruktion beispielsweise behandelt jedes moralische Urteil als ein endlos manipulierbares Fragment, das weder Sinn noch inneren Wert hat. Rem Koolhaus formuliert die postmoderne Unterwerfung wie folgt: „Nach Derrida können wir das Ganze nicht verstehen, nach Baudrillard können wir nicht real sein, gemäss Virilio können wir nicht dort sein“. http://raumgegenzement.blogsport.de/2009/12/01/john-zerzan-das-zeitalter-des-nihilismus-2000/

Was aber bedeutet das in der Praxis. Was folgt daraus politisch? In der Schrift Der kommende Aufstand von Comité Invisible heißt es hierzu beispielsweise:

„Keine soziale Ordnung kann dauerhaft auf dem Prinzip aufbauen, dass nichts wahr ist.

 Also muss sie zusammengehalten werden. Die Anwendung des Konzepts der »Sicherheit« auf jede einzelne Sache ist heutzutage Ausdruck des Projekts, die ideale Ordnung in die Wesen selbst, in Verhalten und Orte zu integrieren, eine Ordnung, der sich zu unterwerfen sie nicht mehr bereit sind.

»Nichts ist wahr« sagt nichts über die Welt, sondern alles über das abendländische Konzept der Wahrheit. Die Wahrheit wird hier nicht als Attribut der Wesen oder Dinge wahrgenommen, sondern als ihre Repräsentation. Eine Repräsentation gilt als echt, wenn sie erfahrungskonform ist. “ https://linksunten.indymedia.org/node/22964

Was meinen Sie dazu? Sind wir noch zu retten?

Die „wahre Wahrheit“ als Machtmittel ?

 

von Andrea

Nietzsche als Ende der Moderne

„Die Wahrheit ist ein Irrtum, der nicht mehr abgewiesen werden kann, weil er durch eine lange Geschichte hartgesotten wurde“ (Nietzsche)

Nietzsche hat dies sehr schön in dem Text „Wie die »wahre Welt« endlich zur Fabel wurde“ über die „Geschichte eines Irrthums“ vertieft:

„1. Die wahre Welt, erreichbar für den Weisen, den Frommen, den Tugendhaften, – er lebt in ihr, er ist sie.

    ………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

  1. Die wahre Welt haben wir abgeschafft: welche Welt blieb übrig? die scheinbare vielleicht?… Aber nein! mit der wahren Welt haben wir auch die scheinbare abgeschafft!“ (Götzen-Dämmerung, Kapitel 6)

Wir haben die wahre Welt auch leider (oder glücklicherweise?) bis heute nicht wiedergefunden.

Das Ende der Metaerzählungen in der Postmoderne

Jean-François Lyotards erklärt in seiner Schrift „Das postmoderne Wissen“ von 1979 die großen welterklärenden philosophischen Systeme der Moderne für gescheitert . Er spricht vom „Ende der großen Erzählungen“; nennt also die philosophischen Systeme „Erzählungen“. Diesen modernen „Erzählungen“ der Welterklärung liege je ein zentrales Prinzip zugrunde (z. B. das Subjekt). Auf dieser Grundlage sollten allgemeinen Aussagen zustande kommen. Aber hierin sieht Lyotard das Problem, dass auf diese Weise das Heterogene, das Einzelne unter eine allgemeine Betrachtungsweise „gezwungen“ wird.

Er setzt darum an die Stelle eines allgemeingültigen und absoluten Erklärungsprinzips (Gott, Subjekt, Vernunft, Systemtheorie, marxistische Gesellschaftstheorie etc.) eine Vielzahl von Sprachspielen, welche verschiedene „Erzählungen“, also Erklärungsmodelle anbieten. (Wikepedia). Bei Lyotard hat also die eine wahre Wahrheit keine Chance.

Dies hat gesellschaftliche Konsequenzen: Dienten in der Moderne die Metaerzählungen noch dazu, gesellschaftliche Institutionen, politische Praktiken, Ethik und Denkweisen zu legitimieren, so geht in der Postmoderne dieser Konsens verloren und löst sich auf in eine Vielzahl von nicht miteinander zu vereinbarenden Wahrheits- und Gerechtigkeitsbegriffen(Wikepedia)

Wahrheit und Macht bei Foucault

Das Thema der Verbindung von Wahrheit und Macht hat auch bereits Nietzsche in seiner „Genealogie der Moral“ angesprochen. Er entlarvt die Definition von moralischen Werten als  Machtstrategie.

Dies ist auch das Thema von Michel Foucault:

„Wichtig  ist,  so  glaube  ich,  daß  die  Wahrheit  weder  außerhalb  der  Macht  steht  noch  ohne  Macht  ist  […].  Die  Wahrheit  ist  von  dieser  Welt;  in  dieser  wird  sie  aufgrund  vielfältiger   Zwänge   produziert,   verfügt   sie   über   geregelte   Machtwirkungen.   Jede Gesellschaft  hat  ihre  eigene  Ordnung  der  Wahrheit,  ihre  allgemeine  „Politik  der Wahrheit“ […].“

Foucault,  Michel  (1978):  Dispositive  der  Macht.  Michel  Foucault  über  Sexualität,  Wissen  und  Wahrheit. Übers. von Elke Wehr u.a. Berlin: Merve, S.51

Wahrheit und der Weg zu ihr

solo3

von Rainer

Die Wahrheit ist das Ziel des Denkens
(eigentlich ist es Wunsch sie zu erlangen)
Die Suche nach der „absoluten“ Wahrheit ist das denkende Leben.
These:
Es gibt nur eine Wahrheit, das ist der Tod!
(empirisch beweisbar, jedem einsichtig)
Fände man die Wahrheit wäre es das Ende (glückliches Ende).Die Suche nach „der Wahrheit“ kann nur grau sein,
unklar, durchscheinend zwar aber nicht durchsichtig,
Erst nach dem der Gedanke (die Frage) formuliert ist,
überprüft ist auf Ergebnisse, ist der Teilschritt der
Suche temporär bestätigt.

Die Ahnung von Wahrheit ist subjektiv –
Wahrheit muss aber sowohl subjektiv als auch objektiv
wahr sein.
Wahrheit gilt für alle Subjekte!

Quelle: Wahrheit und der Weg zu ihr – zweifellos.cool

Leben nach dem Tod?

solo3

von Rainer

 

Was wäre, wenn es ein Leben nach dem Tod gäbe?
– Und es gäbe keinen Gott oder kein „Jüngstes Gericht“;
→ Was bedeutete das fürs Leben? → Wäre es egal:
„gut“ oder „böse“ zu sein?

Was bedeutet es für das Leben, wenn wir sterblich
und vergänglich (z.B. materiell) wären?
→ Was heißt das für mein Verhalten (moralisch, sozial…)?

Quelle: Leben nach dem Tod? – zweifellos.cool

Ungerechtigkeit als Antriebskraft

solo3

von Rainer

Ungerechtigkeit ist die Antriebskraft –
—–Gerechtigkeit ist nur ein Wunsch
——-Niemand geht für „Gerechtigkeit“  demonstrierend auf die Straße

Pessimismus ist Antrieb, nicht Optimismus;
—–mit dem die Welt durch eine rosarote Brille betrachtet wird
——-und verdrängt

Pathos (als Leiden) ist Antriebsgrund
—–Pathologie, die logische Suche nach den Ursachen des Leidens

Christliche Religion: ertragen des Leidens (sich schicken in die
—–Unlogik) für eine Wunschvorstellung
——-nicht das Leben wird erträglich gemacht,
——-sondern das „Überleben“
⇒ nach Beendigung des Lebens erfüllt es sich!

siehe auch: Friedrich Nietzsche,"Fröhliche Wissenschaft", §111 →
über die "Unlogik" zur Logik
(etwas ähnliches soll gleich sein → unlogisch)

Quelle: Ungerechtigkeit als Antriebskraft – zweifellos.cool

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