es kommt…

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und geht…

Nietzsche und der Sarkasmus

»Die Affen sind zu gutmütig, als daß der Mensch von ihnen abstammen könnte.«

Rainer Maria Rilke: „…die Fragen selbst lieb zu haben…“

Rainer Maria Rilke

Zitat aus Briefe, erster Band: 1897 bis 1914, (Wiesbaden) 1950, 49

 

„(…) und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in
ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und
wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach
Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie jetzt nicht leben könnten.
Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben
Sie dann allmählich, ohne zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“

„Jedes Fragen ist ein Suchen.“ (Heidegger)

Jedes Fragen ist ein Suchen. Jedes Suchen hat seine vorgängige
Direktion aus dem Gesuchten her. Fragen ist erkennendes Suchen
des Seienden in seinem Daß- und Sosein. Das erkennende Suchen
kann zum »Untersuchen« werden als dem freilegenden Bestimmen
dessen, wonach die Frage steht.

aus „Sein und Zeit“, Martin Heidegger, Max Niemeyer Verlag Tübingen, 2006

Thomas Bernhard über Martin Heidegger

Heidegger ist der Pantoffel- und Schlafhaubenphilosoph der Deutschen, nichts weiter. Heidegger kann ich nicht anders sehen, als auf der Hausbank seines Schwarzwaldhauses, neben sich seine Frau, die ihn zeitlebens total beherrscht und die ihm alle Strümpfe gestrickt und alle Hauben gehäkelt hat. Ich habe eine Reihe von Fotografien gesehen, die ich Ihnen einmal zeigen werde, auf diesen Fotografien steigt Heidegger aus seinem Bett, steigt Heidegger in sein Bett wieder hinein, schläft Heidegger, wacht er auf, zieht er seine Unterhose an, schlüpft er in seine Strümpfe, macht er einen Schluck Most, tritt er aus seinem Blockhaus hinaus und schaut auf den Horizont, nimmt er seine Haube vom Kopf, setzt er seine Haube auf, hält er seine Haube in den Händen, liest er, löffelt er Suppe, schneidet er sich ein Stück (selbstgebackenes) Brot ab, schlägt er ein (selbstgeschriebenes) Buch auf, macht er ein (selbstgeschriebenes) Buch zu, bückt er sich, streckt er sich, und so weiter.

Es ist zum Kotzen.

(in: Thomas Bernhard, Alte Meister)

Das Denken…

„Das Denken beginnt erst dann, wenn wir erfahren haben,
daß die seit Jahrhunderten verherrlichte Vernunft die
hartnäckigste Widersacherin des Denkens ist.“
Heidegger, Martin
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